20.02.2012 - 14:16 Uhr

Google trickst Safari-Nutzer aus und umgeht Datenschutzeinstellung

Google trickst Safari-Nutzer aus und umgeht
Datenschutzeinstellung (c)
istockphoto.com/SchulteProductions800
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Google trickst Safari-Nutzer aus und umgeht Datenschutzeinstellung (c) istockphoto.com/SchulteProductions800

 © IDG

Durch einen Trick soll Google Safari-Nutzern heimlich Cookies unter geschoben haben. Der Konzern versucht nun zu beschwichtigen: Man habe keine Daten gesammelt.

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Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Google Safari-Nutzern heimlich Cookies unter geschoben. Eigentlich verbietet der Browser Safari standardmäßig Cookies von Drittanbietern wie Google. Damit will Apple die Privatsphäre der Safari-Nutzer schützen – damit Werbenetzwerke per Tracking-Cookie nicht den Weg des Surfers zurückverfolgen können.

Durch einen technischen Kniff hat Google den Safari-Schutz aber aus getrickst. Der Stanford-Forscher Jonathan Mayer hat Werbeanzeigen auf den 100 führenden Webseiten untersucht und ist auf 22 der Seiten fündig geworden, schreibt das Wall Street Journal. Bei der mobilen Version von Safari – auf dem iPhone – waren es sogar 23. Nicht nur Google soll sich des Tricks bedient haben, auch die Werbetreiber Vibrant Media, Media Innovation Group und Point Roll sollen ihn angewendet haben.

So funktioniert der fragwürdige Google-Cookie

Safari sperrt zwar Cookies von Drittanbietern in den Standardeinstellungen, mache aber eine Ausnahme: Füllt der User ein Formular auf einer Webseite aus, erlaube Safari Cookies im Zusammenhang mit dem Formular. Google soll nun in einigen seiner Anzeigen Code integriert haben, die Safari ein Formular vortäuschen. Mittlerweile soll Google den genutzten Code aber wieder deaktiviert haben.

So verteidigt sich Google

Der durch das „unsichtbare“ Formular genehmigte Cookie soll eine vergleichsweise kurze Lebenszeit von 12 bis 24 Stunden gehabt haben. Für Tracking-Cookies ist das ein geringer Wert. Man habe lediglich angemeldeten Google-Usern mehr Features bereitstellen wollen, sagt Google gegenüber dem Wall Street Journal. Konkret ist die Rede vom „+1“-Button – dem Google-Plus-Gegenstück zum „Gefällt mir“-Button von Facebook. Drückt man ihn auf einer Webseite, teilt man den geklickten Inhalt mit seinen Kontakten in Google+.

Das Wall Street Journal zitiert eine Stellungnahme von Google:
"Das Wall Street Journal stellt das, was passiert ist und warum, falsch dar. Wir haben bekannte Safari-Funktionalitäten genutzt, um Funktionen anzubieten, die angemeldete Google-Nutzer aktiviert hatten. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Werbe-Cookies keine persönlichen Informationen sammeln."

Apple soll bereits an einer Lösung arbeiten, die der oben beschriebenen Praktik eine Riegel vorschiebt. Safari gilt als einziger bekannter Browser, der Drittanbieter-Cookies standardmäßig ausschließt.

Quelle: www.pcwelt.de
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