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Die beste Spiegelreflexkamera

07.06.2010 - 12:25 Uhr von Verena Ottmann
Die beste Spiegelreflexkamera
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Die beste Spiegelreflexkamera

Sie suchen eine digitale Spiegelreflexkamera? PC-WELT hat aktuelle Modelle getestet und präsentiert die zehn besten Geräte.

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Mit ihren Systemkamera-Marken "PEN", "G Micro System", "NX" und "NEX" haben Olympus, Panasonic, Samsung und Sony den Markt der Digitalkameras aufgemischt. Denn endlich sind Wechselobjektive nicht mehr nur Spiegelreflexkameras vorbehalten - auch eine kleine Gruppe von Kompaktkameras kann damit umgehen.

PC-WELT hat herausgefunden, dass diese "spiegellosen" Systemkameras ihren Spiegelreflexkolleginnen aus dem Einsteiger- und Mittelklassesegment technisch in nichts nachstehen. Zu diesem Zweck wurden aktuelle Modelle, mit und ohne Spiegel, im Labor untersucht. Die zehn besten Geräte finden Sie in der Tabelle am Ende dieser Seite. Die ausführlichen Einzeltestst können Sie auf den nächsten Seiten einsehen. Interessant: Unter den Top 10 sind immerhin vier kompakte Systemkameras.

Platz Produkt Gesamt-wertung Bild-qualität Aus-stattung Hand-habung Service
1 Sony Alpha A230 67 66 52 83 94
2 Olympus Pen E-PL1 64 60 44 92 94
3 Canon EOS 50D 64 61 60 76 64
4 Olympus Pen E-P1 64 58 46 92 94
5 Canon EOS 550D 63 61 53 83 64
6 Panasonic DMC-GH1 63 51 63 84 98
7 Sony Alpha A380 63 57 53 82 94
8 Olympus E-620 62 54 56 83 94
9 Canon EOS 500D 62 57 52 83 64
10 Panasonic DMC-G1 61 51 54 87 98

Sony Alpha A230 (Platz 1)

Fazit: Mit der Alpha A230 hat Sony eine Spiegelreflexkamera im Sortiment, die auch anspruchsvollere Anwender zufrieden stellt. Zwar stehen nur begrenzt manuelle Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Die einfache Bedienung und die super Bildqualität machen das Sony-Modell jedoch zur perfekten Einsteiger-DSLR beziehungsweise zur Zweit-Kamera für Semiprofis.

Handhabung: Als eine der wenigen aktuellen Spiegelreflexkameras bietet die Sony Alpha A230 kein Live View. Sie können also das 2,7-Zoll-Display nicht zum Ausrichten des Motivs verwenden. Dafür hatte die Anfänger-DSLR andere einsteigerfreundliche Features. So stellt etwa der Eye-Start-AF der Sony Alpha A230 Ihr Motiv automatisch scharf, ohne dass Sie den Auslöser halb durchdrücken müssen. Außerdem zieht der Autofokus mit, wenn Sie die Spiegelreflexkamera bewegen. Das Rückteil der Sony Alpha A230 ist sehr aufgeräumt und übersichtlich, so dass es auch DSLR-Neulinge nicht überfordert.

Bildqualität: Die Auflösung der Sony Alpha A230 verlief in allen drei Messbereichen nahezu gleichmäßig und ließ zum Bildrand hin nur wenig nach. Da der Messwert bei langer Brennweite jedoch im Schnitt um etwa 7 Prozentpunkte unterhalb der Ergebnisse im Normal- und Telebereich lag, verfehlte der Wirkungsgrad der digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) nur um Haaresbreite das Prädikat Gut.

Bei den Rauschmessungen zeigte sich die Sony Alpha A230 von ihrer Schokoladenseite. Bis auf das Testergebnis bei ISO 3200, das die Note Ausreichend erhielt, waren alle Werte gut bis sehr gut. Hinzu kommen eine sehr gute Eingangs- und eine gute Ausgangsdynamik. Das bedeutet, dass die Spiegelreflexkamera (DSLR) auch kontrastreichere Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Außerdem produziert die Sony Alpha A230 viele Abstufungen zwischen den hellsten und den dunkesten Bildbereichen.

Ausstattung: Die Sony Alpha A230 ist mit einem HDMI-Anschluss bestückt, der unter einer Schiebeabdeckung sitzt. Auf die Videofunktion verzichtet Sony jedoch bei dieser Spiegelreflexkamera. Praktisch: Dank integrierter Pivot-Funktion dreht das Displaybild mit, wenn Sie die DSLR hochkant einsetzen. Im Kreativmodus, in den Sie über die Fn-Taste gelangen, stehen Ihnen verschiedene Bildstile und Motivprogramme zur Verfügung, etwa Schwarzweiß, Landschaft und lebhaft.

Olympus Pen E-PL1 (Platz 2)

Fazit: Das dritte Pen-Modell von Olympus, die E-PL1, kommt endlich mit integriertem Blitz. Dafür müssen Sie erneut auf den Sucher verzichten. Die Bildqualität war im Schnitt sehr gut, lediglich die Ausgangsdynamik war etwas zu niedrig. Allerdings bleibt die Kamera etwas für Technik-Affine und Leute mit großem Geldbeutel.

Ausstattung: Die Olympus E-PL1 besitzt als erstes Modell der Pen-Reihe einen integrierten Blitz, der sich mittels Knopf aufklappen lässt. Der Blitz befindet sich im aufgeklappten Zustand etwa 2,5 Zentimeter über der Kamera. Das ist recht hoch, allerdings macht das Klappscharnier einen robusten Eindruck. Der Blitz arbeitet mit der Leitzahl 7. Wer ein stärkeres Blitzgerät nutzen will, kann dieses am so genannten Zubehöranschluss (=Blitzschuh) betreiben, an dem Sie unter anderem auch die verschiedenen Aufstecksucher befestigen.

Die Olympus Pen E-PL1 ist mit verschiedenen Filtern ausgestattet. So verstärkt etwa Pop Art die Farben, während Lochkamera eine starke Randabdunklung produziert. Und mit Diorama verwandeln Sie gewöhnliche Landschaftsaufnahmen dank gezielter Unschärfen in Miniatur-Landschaften.

Bildqualität: Die Olympus Pen E-PL1 erzielte im Test einen sehr hohen Wirkungsgrad von 80,3 Prozent. Das entspricht umgerechnet einer Auflösung von 7,7 Megapixeln. Auch das Rauschverhalten der Kamera war vorbildlich. Selbst bei ISO 3200, der höchstmöglichen Einstellung, schaffte die Olympus Pen E-PL1 einen noch guten Messwert.Die Eingangsdynamik war hoch. Damit kann die Kamera auch kontrastreiche Motive mit vielen Details wiedergeben, ohne dass Lichter und Schatten ausbrennen beziehungsweise absaufen. Die Ausgangsdynamik war bei der Olympus Pen E-PL1 nur befriedigend. Sie gibt die Anzahl der Helligkeitsstufen an, die eine Kamera zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen darstellen kann. Im Fall der Olympus Pen E-PL1 war das Problem, dass das Modell bei höherer Lichtempfindlichkeit Schwarz nicht mehr optimal darstellen konnte.

Handhabung: Die Gehäuserückseite der Olympus Pen E-PL1 ist sehr übersichtlich strukturiert. Für die HD-Videofunktion (1280 x 720 Bildpunkte bei 30 Bildern pro Sekunde) gibt|s einen extra Knopf. Blenden- und Zeitvorwahl, Motivautomatik, Filter und Motivprogramme sind bequem über das Moduswählrad zugänglich. Die wichtigsten Bildparameter ändern Sie über die Start/OK-Taste.

Wie von der Pen-Familie gewohnt, müssen Sie auch bei der E-PL1 erst das Objektiv via Schiebeschalter aus der Arretierung lösen, bevor Sie die Kamera verwenden können. Das Arbeitstempo überzeugte, die Auslöseverzögerung war kurz, und auch nach einer Aufnahme war die E-PL1 schnell wieder betriebsbereit. Einzig die Filter benötigen eine kurze Rechenzeit.

Canon EOS 50D (Platz 3)

Fazit: Eine Spiegelreflexkamera ist nur so gut wie das verwendete Objektiv - das haben wir bei unseren Tests der EOS 50D deutlich gemerkt. Denn während die Kamera hinsichtlich des Bildrauschens und des Dynamikumfangs sehr gut abschnitt (hier kommt es hauptsächlich auf den Sensor an), verzeichnete das von uns eingesetzte Kit-Objektiv extrem und produzierte zudem einen deutlichen Helligkeitsabfall an den Bildrändern.

Handhabung: Sie navigieren sich durchs Bedienmenü entweder über das Drehrad um den SET-Knopf oder mit dem Mini-Joystick schräg darüber. Der Autofokus im Live-View-Modus konnte uns jedoch nicht recht überzeugen, da er im Vergleich zu Konkurrenzprodukten zu umständlich zu handhaben ist.

Ausstattung: Im Vergleich zur Vorgängerin EOS 40D bietet die 50D einige Neuerungen, die vor allem die Bedienung optimieren. So ist beispielsweise das Display immer noch 3 Zoll groß, hat aber mit 920.000 Pixeln eine deutlich höhere Auflösung, was besonders dem Live-View-Modus zugute kommt.

Die 15-Megapixel-DSLR ist mit einer HDMI-Schnittstelle bestückt, über die Sie hochauflösende Bilder auf einem HD-fähigen Fernseher ausgeben können. Interessant sind auch die verschiedenen Blitzoptionen der Kamera. So bietet die 50D neben der Blitzautomatik, dem erzwungenen und unterdrückten Blitz sowie dem Vorblitz auch die Möglichkeit der Blitz-Langzeitsynchronisation auf den ersten oder zweiten Verschlussvorhang und automatische Blitzbelichtungsreihen mit externen Blitzgeräten.

Bildqualität: In Sachen Dynamikumfang und Bildrauschen zeigte sich die EOS 50D von ihrer besten Seite. Die Eingangsdynamik - sie gibt Auskunft über die zur Verfügung stehenden Blendenstufen - war sehr hoch. Die Ausgangsdynamik beziehungsweise die Anzahl der darstellbaren Helligkeitsstufen war ebenfalls hoch. Im normalen Betriebsmodus lässt sich die Lichtempfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 3200 wählen, wobei das Bildrauschen selbst bei der höchsten Einstellung noch minimal war. Um ISO 6400 (H1) und 12.800 (H2) einzusetzen, müssen Sie im Menü die ISO-Erweiterung aktivieren.

Das Kit-Objektiv EF-S 17-85mm zeigte im Weitwinkel eine extreme tonnenförmige Verzeichnung. Außerdem stellten wir einen Randabfall um 0,9 Blenden fest, was jedoch noch akzeptabel ist. Die Auflösung lag bei kurzer Brennweite jedoch deutlich unterhalb der Messwerte, die wir bei mittlerer und langer Brennweite ermittelten - insgesamt ergab das einen nur befriedigenden Wirkungsgrad, da die Auflösung zum Bildrand hin auch stark abfiel.

Olympus Pen E-P1 (Platz 4)

Fazit: Olympus landet mit der PEN E-P1 einen Volltreffer mit kleinen Schönheitsfehlern. Denn Blitz und Sucher zum Anstecken sind unpraktisch und kosten bei einer eh schon 800 Euro teuren Digitalkamera unnötig Geld. Andererseits war das 3-Zoll-Display qualitativ sehr hochwertig und das Bildrauschen selbst bei hohen ISO-Einstellungen verhältnismäßig gering - das macht das Zubehör optional. Die Bildqualität überzeugte uns größtenteils, und von der Arbeitsgeschwindigkeit und dem Design der PEN-Neuauflage waren wir restlos begeistert.

Handhabung: Mit 534 Gramm inklusive Objektiv und Akku wiegt die Olympus PEN E-P1 fast 100 Gramm weniger als die Olympus E-450, die bisher leichteste Spiegelreflexkamera unseres Testfelds. Zu diesem Gewicht trägt vor allem das im verriegelten Zustand nur 4,5 Zentimeter tiefe Objektiv bei. Um es zu entriegeln, drehen Sie den Objektivring nach links, bis ein Klicken zu hören ist. Möchten Sie das Objektiv zum Transport der Kamera wieder arretieren, müssen Sie einen Schalter betätigen, der die Linse fixiert.Die Olympus PEN E-P1 arbeitete sehr schnell: So war sie nach dem Auslösen nahezu sofort wieder aufnahmebereit und überzeugte uns durch eine sehr kurze Auslöseverzögerung.

Über das Moduswählrad gelangen Sie zu den Halbautomatiken, dem intelligenten Automatikmodus, den Belichtungsprogrammen sowie den Art Filtern. Mit letzteren können Sie Ihre Aufnahmen kreativ bearbeiten, in dem Sie etwa die Farben verstärken (Pop Art), Randabdunkelungen hinzufügen (Lochkamera) oder weichzeichnen (Soft Fokus). Innerhalb der einzelnen Menüs navigieren Sie mit einem beweglichen Ring, der sich zum Ändern von Lichtempfindlichkeit, Weißabgleich, Bildanzahl und Autofokus auch wie ein Wippkreuz nutzen lässt. Alternativ dazu steht ein vertikales Scrollrad zur Verfügung.

Ausstattung: Olympus spendiert der PEN E-P1 alle Funktionen, die Sie von einer Einsteiger-Spiegelreflexkamera kennen. Allerdings müssen Sie bei der Digitalkamera auf einen Sucher und einen eingebauten Blitz verzichten. Beides lässt sich über den Blitzschuh der PEN E-P1 nachrüsten - Olympus bietet den optischen Aufstecksucher VF-1 für das Pancake-Objektiv M. Zuiko Digital 17 mm 1:2,8 für etwa 110 Euro an, das externe Blitzgerät FL-14 mit Leitzahl 14 kostet rund 170 Euro.Als besonderes Feature nimmt die Olympus PEN E-P1 HD-Videos mit 1280 x 720 Pixeln und 30 Bilder pro Sekunde auf. Olympus empfiehlt, für die HD-Funktion eine SDHC-Karte der Klasse 6 mit mindestens 4 GB einzusetzen. Um die Clips auf einem hochauflösenden Fernseher auszugeben, besitzt die Digitalkamera einen HDMI-Anschluss.

Bildqualität: In Sachen Bildrauschen erzielte die Olympus PEN E-P1 überwiegend gute bis sehr gute Ergebnisse. Lediglich bei ISO 3200 war der Messwert befriedigend. Der Wirkungsgrad der Digitalkamera war sehr hoch, die Auflösung ließ zum Bildrand hin nur wenig nach. Hinzu kommt eine hohe Eingangsdynamik, die besagt, dass die E-P1 auch kontrastreichere Motive darstellt, ohne dass Lichter und Schatten absaufen.

Die Ausgangsdynamik war allerdings nur befriedigend. Das bedeutet, dass die Olympus-Digitalkamera zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen nur eine begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen darstellt. Bei kurzer Brennweite ermittelten wir einen Randabfall um 0,8 Blenden, was noch okay ist.

Canon EOS 550D (Platz 5)

Fazit: Die Canon EOS 550D erzielte im Test eine überwiegend gute Bildqualität. Der einzige Kritikpunkt, die zu niedrige Auflösung, lässt sich mit einem höherwertigen Objektiv ausgleichen. Denn der Body der DSLR ist mit einigen tollen Ausstattungsmerkmalen versehen, die eigentlich erst ab der Klasse der EOS 7D zu finden sind.

Ausstattung: Mit der EOS 550D schließt Canon die Lücke zwischen der EOS 500D und der leistungstärkeren EOS 7D. Dabei belässt der Hersteller dank Automatiken und durchdachtem Menüaufbau die anfängerfreundliche Bedienung, spendiert der DSLR aber einige technische Raffinessen, die sonst nur in höherklassigen Modellen zu finden sind.

So nimmt die Canon EOS 550D Videos mit 1920 x 1080 Bildpunkten und 30 Bildern pro Sekunde auf. Für die Verbindung an einen HD-fähigen Fernseher steht ein HDMI-Anschluss zur Verfügung. Möchten Sie einen Bildstabilisator nutzen, müssen Sie - wie bei Canon üblich - ein entsprechendes Objektiv kaufen: etwa das im Kit erhältliche Canon EF-S 18-55 mm IS, mit dem wir die DSLR auch getestet haben. Alternativ zum Bildstabilisator lässt sich auch die Lichtempfindlichkeit der EOS 550D bis ISO 12.800 hochschrauben, um Wackler zu reduzieren.

Bildqualität: Mit dem Kit-Objektiv erzielte die Canon EOS 550D einen nur ausreichenden Wirkungsgrad, der umgerechnet einer Auflösung von 5,1 Megapixel entspricht. Grund dafür war, dass der Messwert bei mittlerer Brennweite deutlich unter den Messwerten im Weitwinkel- und Telebereich lag. Immerhin verliefen alle Ergebnisse relativ gleichmäßig bis zum Bildrand.

Gab die Auflösung noch Anlass zur Kritik, so verhielt sich die Canon EOS 550D - auch dank ihrer zurückhaltenden Scharfzeichnung - vorbildlich hinsichtlich des Bildrauschens. Selbst bei der höchstmöglichen Empfindlichkeitsstufe ISO 6400 war der Messwert noch sehr gut. Die Eingangsdynamik war sehr hoch, die Ausgangsdynamik hoch. Das bedeutet, dass die Canon EOS 550D auch kontrastreiche Motive mit allen Details wiedergeben kann, ohne dass Lichter und Schatten zulaufen. Zudem produziert die DSLR viele Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen.

Handhabung: Mit einem Gewicht von 724 Gramm inklusive Kit-Objektiv, Akku und Speicherkarte liegt die Canon EOS 550D im Mittelfeld. Sie lässt sich intuitiv bedienen und hat ein logisch aufgebautes Menü.

Panasonic DMC-GH1 (Platz 6)

Fazit: Die ungleichmäßige Auflösung und der daraus resultierende Wirkunsgrad kosten der Panasonic DMC-GH1 wertvolle Punkte. Auch wiegt die Digitalkamera mit dem Kit-Objektiv sehr viel. Dafür bietet sie mit der Full-HD-Videofunktion ein besonderes Feature.

Ausstattung: Mit der DMC-GH1 bringt Panasonic die zweite Kamera im Micro-Four-Thirds-Format (2099803) auf den Markt. Der Hauptunterschied zur Vorgängerin DMC-G1 sind die Full-HD-Videos mit 1920 x 1080 Pixeln und 25 Bildern pro Sekunde, die die DMC-GH1 anfertigt. Als Format stehen wahlweise AVCHD oder Quicktime Motion-JPEG zur Auswahl. Der gigantische Preisunterschied geht vor allem auf das Kit-Objektiv zurück. Bei der DMC-GH1 bekommen Sie ein Superzoom-Objektiv mit einer Brennweite von 14-140 Millimeter und integriertem Bildstabilisator. Die DMC-G1 kommt dagegen nur mit einer 14-45mm-Linse.

Über das Moduswählrad der DMC-GH1 gelangen Sie zu dem Motivprogrammen und der Motivprogrammautomatik der Panasonic-Digitalkamera. Außerdem gibt es eine Einstellung (Symbol Malerpalette), über die Sie Ihren Bildern einen Blau- oder Rotstich verpassen können. Den Videomodus aktivieren Sie über einen Knopf neben dem Moduswählrad. Die Aufnahme startet, wenn Sie den roten Knopf rechts oben an der Gehäuserückseite der DMC-GH1 drücken. Während des Filmens sind auch Tonaufnahmen über das Stereomikrofon möglich.

Handhabung: In der DMC-GH1 verbaut Panasonic einen elektronischen Sucher, der uns nicht überzeugen konnte. Das Sucherbild der Digitalkamera ist grobkörnig und zeigt bei schnellen Schwenks die für den Bildaufbau typischen grünen und roten Längslinien.

Das Panasonic-Modell richtet sich an anspruchsvolle und erfahrene Fotografen - das zeigt auch das Bedienfeld auf der Rückseite der DMC-GH1. Die insgesamt 19 Tasten und Regler sitzen hauptsächlich auf der rechten Gehäuseseite, was etwas überladen wirkt. Dennoch sind die Funktionen der einzelnen Elemente klar und intuitiv bedienbar. Über das Q.Menü etwa ändern Sie bei der DMC-GH1 alle wichtigen Bildparameter. Lichtempfindlichkeit und Weißabgleich sind direkt über das Bedienkreuz zugänglich.

Bildqualität: In Sachen Bildrauschen schlug sich die Panasonic-Digitalkamera mit Wechselobjektiv wacker. Lediglich bei ISO 100 und dann wieder bei ISO 1600 und 3200 waren die Messwerte der Panasonic DMC-GH1 etwas erhöht, aber immer noch befriedigend. Nur ein ausreichend konnten wir dagegen dem Wirkungsgrad geben. Das lag vor allem daran, dass die Auflösung zum Bildrand hin - besonders bei langer Brennweite - stark nachließ. Die daraus resultierende Unschärfe an den Rändern können Sie jedoch durch den aktivierten Bildstabilisator am Objektiv auffangen. Allerdings zeigte die Kit-Linse eine deutliche Vignettierung bei kurzer und langer Brennweite.

Sony Alpha A380 (Platz 7)

Fazit: Bis auf die Auflösungergebnisse bei langer Brennweite und das Bildrauschen bei höchster Lichtempfindlichkeit schnitt die Sony Alpha A380 in unseren Bildqualitätstests gut ab. Hinzu kommen eine einfache und durchdachte Bedienung, eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit und nützliche Ausstattungsmerkmale wie der Eye-Start-Autofokus.

Bildqualität: Bei kurzer und mittlerer Brennweite erzielte die Sony Alpha A380 eine fast gleichmäßig verlaufende Auflösung. Im Telebereich war der Messwert jedoch deutlich niedriger, weshalb die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) nur einen befriedigenden Wirkungsgrad erzielte. Was das Bildrauschen angeht, so schnitt die Sony Alpha A380 bis ISO 400 sehr gut ab. Bei ISO 800 war das Testergebnis gut, bei ISO 1600 befriedigend, bei ISO 3200 mangelhaft - für eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) ungewöhnlich.

Die Eingangsdynamik war sehr hoch. Damit nimmt die Sony Alpha A380 auch kontrastreichere Motive auf, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Die Ausgangsdynamik war hoch, was bedeutet, dass die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen viele Helligkeitsstufen darstellt.

Ausstattung: Bei der Sony Alpha A380 lässt sich das 2,7-Zoll-Display nach vorne und oben aufklappen, was bei Motiven in schwierigen Positionen nützlich ist. Die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) unterstützt die Direktvorschau Live View und arbeitet mit Phasenvergleichs-Autofokus. Der Bildstabilisator sitzt im DSLR-Gehäuse. Das Gerät setzt also ein mechanisches Verfahren ein, das auf einem beweglichen Bildsensor basiert. Die digitale Spiegelreflexkamera besitzt einen HDMI-Anschluss, der zusammen mit den Slots für SD-Karte und Memory Stick Pro Duo sowie der USB-Buchse hinter einer versenkbaren Schiebe-Abdeckung sitzt. Üblicherweise kommt hier ein aufklappbarer Verschluss zum Einsatz.

Handhabung: Der Autofokus lässt sich am Objektiv und am Gehäuse aktivieren. Im Eye-Start-AF-Modus stellt er permanent scharf, ohne dass Sie den Auslöser halb durchdrücken müssen, was besonders bei sich bewegenden Motiven von Vorteil ist. Die Sony Alpha A380 arbeitet mit einer sehr kurzen Auslöseverzögerung. Außerdem ist sie zwischen den Aufnahmen fast sofort wieder betriebsbereit.

Olympus E-620 (Platz 8)

Fazit: Die Olympus-DSLR für kreative Köpfe gefiel uns sehr gut. Sie hatte zwar leichte Probleme bei der Ausgangsdynamik. Auflösung und Rauschverhalten trösteten uns jedoch darüber hinweg. Und mit dem integrierten Kreativstudio ist die E-620 auch für Einsteiger interessant.

Ausstattung: Kreativstudio nennt Olympus die verschiedenen Filter und Bearbeitungsoptionen, die Sie über den Modus ART/SCN anwählen können. Sie erstellen damit etwa Schwarzweißbilder, Aufnahmen mit deutlicher Randabdunklung (Option Lochkamera), verstärkten Farben (Pop Art) oder weichen Konturen (Soft Fokus). Zudem stehen 13 Motivprogramme zur Verfügung, darunter auch Exoten wie High Key, Low Key und verschiedene Unterwasserprogramme.

Wer es weniger spielerisch mag, dem stehen Halbautomatiken und ein manueller Modus zur Verfügung. Auch eine Direktvorschau (Live View) ist möglich - die E-620 setzt zum Scharfstellen dann einen Kontrast-Autofokus ein. Im Live-View-Modus können Sie auch zwei RAW-Aufnahmen übereinanderlegen und zu einer Mehrfachbelichtung montieren. Die Bildstabilisierung lässt sich über einen separaten Knopf zuschalten. Sie funktioniert über einen beweglichen Bildsensor, der wahlweise ein- oder zweidimensionale Bewegungen ausgleicht.

Handhabung: Die E-620 hat ein sehr aufgeräumtes und übersichtliches Rückteil. Das kommt der Bedienung zugute, die uns sehr gut gefallen hat und auch Einsteiger nicht überfordern sollte. Das 2,7-Zoll-Display lässt sich aufklappen und um 270 Grad drehen. Damit sind mit der DSLR auch Bilder aus schwierigeren Positionen möglich.

Bildqualität: Die Auflösung der 12,2-Megapixel-DSLR verlief in allen drei Messbereichen fast identisch und ließ zum Bildrand hin auch nur wenig nach. Damit erzielte die E-620 einen hohen mittleren Wirkungsgrad. Die Eingangsdynamik war gut, die Ausgangsdynamik befriedigend. Das bedeutet, dass die DSLR auch Motive mit stärkerem Kontrast darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Dafür setzt sie eine etwas begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen ein, was Probleme bei der Darstellung von tiefen Schwärzen und brillanten Lichtern machen kann.

Hinsichtlich Bildrauschens zeigte sich die E-620 dann wieder von ihrer Schokoladenseite: Lediglich bei ISO 3200 war das Messergebnis etwas erhöht, aber immer noch ausreichend. Im Weitwinkel stellten wir bei dem getesteten Kit-Objektiv einen Helligkeitsabfall um 0,9 Blenden fest - noch okay.

Canon EOS 500D (Platz 9)

Fazit: Die Bildqualität der Canon-DSLR konnte uns bis auf die zu niedrige Auflösung voll überzeugen. Vor allem das Rauschverhalten war vorbildlich. Zusammen mit der tollen Ausstattung und der einfachen Bedienung macht das die Kamera nicht nur für Einsteiger interessant.

Ausstattung: Bislang spendierte Canon nur seiner Profi-DSLR EOS 5D Mark II eine Videofunktion. Nun findet die Spiegelreflex-Filmerei mit der EOS 500D auch ihren Einzug ins untere Preis- und Leistungssegment. Dabei muss sich die Kamera mitnichten verstecken: Neben dem 15,1-Megapixel-Bildsensor, einem dreifacher Staubschutz und einer HDMI-Schnittstelle bietet die Kamera weitere Ausstattungsmerkmale, die auch anspruchsvolle Hobbyfotografen zufrieden stellen.

Möchten Sie die EOS 500D mit Bildstabilisator nutzen, müssen Sie sich ein entsprechendes Objektiv kaufen - der Body hat keinen Verwacklungsschutz eingebaut. Ein interessantes Feature ist die HD-Videofunktion, die mit 1920 x 1080 Pixeln zur Verfügung steht. Um die Filme auf einen hochauflösenden Fernseher ansehen zu können, bietet die 500D einen HDMI-Anschluss. Im Serienbildmodus schafft die DSLR bis zu 3,4 Bilder pro Sekunde, wobei der Pufferspeicher für maximal 170 JPG- oder neun RAW-Aufnahmen reicht.

Als Staubschutz kommen gleich drei Methoden zum Einsatz, alle zusammengefasst unter dem Begriff EOS Integrated Cleaning System: eine automatische Sensorreinigung bei jedem Ausschalten der Kamera, eine reduzierte interne Staubbildung und eine Software-basierte Lösung, mit der Sie Staubpartikel in einer Aufnahme erkennen und entfernen.

Bildqualität: Was das Bildrauschen angeht, so erzielte die EOS 500D Spitzenergebnisse. Von ISO 100 bis ISO 1600 fanden wir nahezu keine Bildfehler. Auch der Dynamikumfang war bemerkenswert. Die Eingangsdynamik war sehr hoch, so dass die DSLR auch kontrastreiche Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten ausbrennen. Die Ausgangsdynamik, die den Tonwertreichtum einer Kamera beschreibt, war ebenfalls hoch. Die 500D setzt damit viele Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen ein.

Weniger gut konnten wir jedoch die Auflösung bewerten. Die Kamera erzielte in Verbindung mit dem Kit-Objektiv 18-55mm einen nur ausreichenden mittleren Wirkungsgrad. Das lag daran, dass die Auflösung zum Bildrand hin zu stark nachließ. Auch der Einsatz des Bildstabilisators änderte an diesem Ergebnis nichts. Die Bildqualität der HD-Videoclips war dagegen im Test beeindruckend, die Filme wurden dank 20 Bildern pro Sekunde fast ruckelfrei.

Handhabung: Haben Sie die 500D per Moduswählrad in den Videomodus versetzt, starten Sie die Videoaufnahme über einen extra Knopf, der mit einem roten Punkt gekennzeichnet ist. Auch der Autofokus lässt sich im Videomodus nutzen, den Sie - wie auch bei der Direktvorschau (Live View) - über die AE-Speichertaste (Stern-Taste) aktivieren.

Panasonic DMC-G1 (Platz 10)

Fazit: Die erste Micro-Four-Thirds-Kamera ist vielversprechend, wenn auch nicht ganz so klein wie erhofft. Allerdings hatte die trotzdem sehr kompakte Bauweise auch ihre Nachteile wie das zum Teil starke Bildrauschen. Auch die Auflösung hält nicht den von DSLRs und Kit-Objektiven gewohnten Standard. Man darf auf das erste Olympus-Modell im Micro-Four-Thirds-Format gespannt sein, das nächstes Jahr erwartet wird.

Handhabung: Mit der DMC-G1 läutet Panasonic eine neue Generation an Kameras mit Wechselobjektiven ein: Zusammen mit Olympus hat der Hersteller auf der Photokina den Micro-Four-Thirds-Standard vorgestellt. Diese Kamerabauform ermöglich Wechselobjektivkameras ohne Spiegel, die sehr viel kleiner und leichter als herkömmliche DSLRs gebaut werden können. So wiegt die G1 mit Objektiv 630 Gramm - etwa 150 Gramm weniger als beispielsweise die Pentax K-m mit Objektiv. Das Kit-Objektiv mit einer Brennweite von 14 bis 45 Millimetern ist gerade mal 6 Zentimter lang. Und der Body ist erstmals auch in blau oder rot erhältlich.

Die Ober- und Hinterseite der Kamera hatte für unseren Geschmack zu viele Bedienelemente. Gerade DSLR-Einsteiger - und auf die zielt Panasonic mit der G1 ab - könnten dadurch schnell überfordert sein. Dafür arbeitet die Kamera superschnell.

Ausstattung: Da in der Kamera kein Spiegel mehr zum Einsatz kommt, verbaut Panasonic stattdessen einen elektronischen Sucher. Dessen Qualität war tadellos, der Ausschnitt von Sucher und Display stimmten exakt mit dem tatsächlich gemachten Bild überein. Der Bildstabilisator sitzt im Objektiv und funktioniert über bewegliche Linsen.

Gut gefallen hat uns auch das dreh- und schwenkbare 3-Zoll-Display, das Aufnahmen aus schwierigen Positionen erleichtert. Ein automatischer Sensor schaltet das Display aus, sobald sich das Auge dem Sucher nähert. Neben Halbautomatiken stehen verschiedene Motivprogramme zur Auswahl. Die Motivprogrammautomatik (iA), die selbständig das passende Motivprogramm sucht, funktionierte im Test gut.

Bildqualität: In punkto Dynamikumfang konnten wir der G1 eine sehr hohe Eingangs- und eine nur wenig schlechtere Ausgangsdynamik bescheinigen. Das bedeutet, dass die Kamera dank vieler Blenden- und Helligkeitsstufen auch mit besonders kontrast- und detailreichen Motiven zurecht kommt. Weniger positiv konnten wir jedoch das Bildrauschen bewerten. Bei ISO 100 bis 800 waren die Ergebnisse nur befriedigend bis ausreichend, bei ISO 800 und 1600 mangelhaft beziehungsweise ungenügend. Bei der Auflösungsmessung schnitt das Panasonic-Modell auch nur befriedigend ab, da die Werte zum Bildrand hin in allen drei Messbereichen abfielen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit www.pcwelt.de
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